Aids zählt welltweit zu den fünf häufigsten Todesursachen. Ärzte ohne Grenzen war vor einigen Jahren mit Pilotprojekten in Südafrika und Thailand die erste Organisation, die gezeigt hat, dass Aids auch in ärmeren Ländern behandelbar ist.
"Bei meinem Projektbesuch in Malawi, einem Land in Südostafrika, im Jahr 2005, gab es dort einen Boom der Sarg-Industie. Die vielen Aids-Toten hatten diesen Wirtschaftszweig angekurbelt. Kürzlich habe ich gelesen, dass die Absätze der Sarg-Industrie in Malawi zurückgehen und jetzt wieder mehr Möbel als Särge verkauft werden, denn die Menschen haben Zugang zu Behandlung", erzählt Marion Jaros von Ärzte ohne Grenzen Österreich.
Neben der Behandlung gehört Vorbeugung zu den wichtigsten Aufgaben im Kampf gegen die Pandemie. Auch wenn die Übertragungswege vielfach bekannt ist, ist es weltweit nach wie vor eine Herausforderung, Menschen davon zu überzeugen, dass HIV/Aids jeden treffen kann und jede(r) sich selbst schützen muss. In den Einsatzgebieten von Ärzte ohne Grenzen ist es ganz besonders wichtig, kulturell angepasste Informationskampagnen zu starten. HIV/Aids hängt stark mit dem Thema Sexualität zusammen und es ist sehr wichtig zu berücksichtigen, ob und wie in einem Kulturkreis darüber gesprochen werden darf.
Alle aktuellen HIV/Aids Hilfsprogramme der Organisation sind auf der Weltkarte (unten) eingezeichnet.
Tipp: Schau dir auf der Weltkarte an, in welchen Ländern Ärzte ohne Grenzen HIV/Aids Programme hat. Dann gibst du auf www.aerzte-ohne-grenzen.at unter "Suche" das Land ein. So bekommst du Infos zum aktuellen Stand der einzelnen Hilfsprogramme.